Montag, 8. Juni 2026

Tag 19

Macôn - Chalon-sur-Saône

68km 111HM

Der Wetterbericht für heute ist wieder ähnlich wie am Mittwoch; am Nachmittag soll es Regen geben. Die Etappe ist zwar nur 76km lang, aber wir starten trotzdem eine Stunde früher als sonst und steuern fertig gepackt den Starbucks an, das einzige Café das früh öffnet. 

Bei eher frischen Temperaturen sind wir rasch wieder auf dem Radweg und wir geniessen die Ruhe und die Frische des Morgens. Im Gegensatz zu gestern Sonntag, wo Kind, Kegel und Hund sich auf dem Radweg tummelten sind wir heute fast alleine auf dem Weg. Nach etwa 5km korrigiert Komoot die verbleibenden Kilometer um 10km nach unten. Aha,  da war wohl ein Wegpunkt doppelt gesetzt und so werden uns heute ausnahmsweise mal ein paar Kilometer „geschenkt“. Man soll aber bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben. Während wir mit Rückenwind im „Stromsparmodus“ die Saône entlang gondeln taucht in der Nähe von Boyer ein „Barré-Schild“ auf. Wir fragen die drei entgegenkommenden Velofahrer, ob wir beim Engnis durchkommen und sie meinen wir beide ja, aber die beiden Velofahrer mit ihren Anhängern hinter uns nicht. Ich verstehe etwas von „schmal“ und „porter les Vélos“. Wir haben keine Lust auf das Experiment und auf Tragen schon gar nicht und fahren solidarisch mit den beiden anderen den Umweg. Aus dem hinteren Anhänger taucht alle paar Sekunden ein Wuschelkopf von einm Hund auf und dann taucht er wieder kurz ab. Im vorderen Anhänger geht es ruhiger zu, dort geniesst ein weiters Hündchen die Fahrt im Windschatten. So werden uns einige der geschenkten Kilometer wieder abgezwackt. Dafür kommen wir durch winzige Dörfer und einem hübschen, an einem Château angegliederten Campingplatz vorbei.

Heute habe ich das Gefühl, dass wir eine unsichtbare Grenze von Süd-Nord überschritten haben. Der Stil der Häuser hat sich gegenüber den letzten Tagen merklich geändert und auch die Gärten sind gepflegter als noch letzte Woche.   
Nach dem Mittag erreichen wir Chalon-sur-Saôn und auch heute wieder vor dem Regen. Im witzigen „Le Planté d‘Bâton“ einer Mischung aus Crêperie und Après Ski essen wir nicht das Fondue dafür ein nahrhaftes „Crêpe Popeye“. Das ganze Innere des Restaurants inklusive WC ist mit alten Skis, Schlitten und Schlittschuhen dekoriert. Für unser Auge wirklich sehr originell. 

Mit unserer Vermieterin Jacqueline habe ich einen früheren Check-in um zwei vereinbaren können. Nach dem Essen fahren wir mit dem Velo kreuz und quer durch Chalon und stellen fest, dass hier „Fermé le Lundi“ herrscht, denn die meisten der Geschäfte haben heute nämlich geschlossen, was vielleicht auch besser fürs Reisebudget ist. Pünktlich um zwei stehen wir vor der Hausnummer 32 und nun fängt es auch an zu regnen. Wie aus dem Nichts tauchen zwei etwa 80jährige Mütterchen auf und eine gibt sich als Jacqueline aus. Das mit unseren Vélos hatte sie wohl verdrängt und im winzigen Innenhof schiebt sie die Kehrichtkübel hin und her, damit wir neben einem ausgedienten Boiler noch ein Plätzchen für die Vélos finden. Die Wohnung ist im ersten Stock und ganz ok.  

Chalon hat eine hübsche Altstadt mit uralten Fachwerkhäusern, die uns etwas ans Elsass erinnern. Bei einem Blick auf die Karte stellen wir fest, dass wir bereits auf fast gleicher Höhe wie zum Beispiel Thun sind. An der Anlegestelle legen auch die Schiffe der Flusskreuzfahrten an und heute liegen wieder die nagelneue „Lumière“ und die „Mistral“ die wir schon in den vergangenen Tagen gesehen hatten. 

Für das Nachtessen gehen wir gleich zu einem unserer Nachbarn hier auf der Saint-Laurant Insel. Keine schlechte Wahl, denn es gehen immer mal wieder kräftige Regengüsse nieder, so schätzen wir die kurzen Wege. 

sieben Schwan-Küken

Vertrauen ist gut

Kontrolle besser

friedlich

man kennt es bereits

Häufig gesehen

Campingplatz mit Château

Mais- und Pappelfelder

Gigny-sur-Saône

say Cheese

modeln wie ein Profi

immer wieder Heu

unterwegs

Chalon-sur-Saône


Chalon-sur-Saône

Chalon-sur-Saône


Chalon-sur-Saône


Alphütten-Feeling

die Berge sind nicht mehr weit

Chalon-sur-Saône


Eglise Saint Pierre

„Mistral“ & „Lumière“ sind auch wieder da


historische Altstadt