Samstag, 29. Mai 2026
Tag 9
Nizza
27km
Heute ist Ruhetag für uns und wir nutzen den Tag in Nizza für eine Erkundungstour mit dem Velo.
Im Yachthafen legen gerade Motorjachten an, die Ihre Gäste verabschieden. Nur „kleine Yachten“ so um die 40m, die in der Woche locker mal 200‘000 Euro Chartergebühr kosten - ohne Mahlzeiten, natürlich. Selbstverständlich ist hier die Länge der Schiffe nach oben offen.
Das Zmorge nehmen wir in der ersten Reihe gleich bei der Strandstrasse ein. In Nizza reichen 3.30 Euro bei Weitem nicht für unser Standard-Essen, aber dafür gibt es Unterhaltung von Selbstdarstellern, die ihr Fitnessprogramm inklusive Gesangseinlage dem Publikum darbieten. Das ist ja auch etwas wert.
Wir pedalen an den riesigen Hotelstränden entlang Richtung Westen, wo grosse Bagger dabei sind, den Kies für die Saison richtig zu platzieren und die Strände herzurichten. Trotz der lärmigen Arbeiten liegen die Gäste an vorderster Front auf ihren Liegestühlen beim Sonnenbaden, die lärmigen Arbeiten scheinen aber nicht zu stören, sie haben schliesslich 1. Reihe gebucht.
Am Ende der langgezogenen Bucht, nach etwa 7km ist der internationale Flugplatz angelegt. Das Land dafür wurde durch Aufschüttung gewonnen und er ist gemessen an den Flugbewegungen der drittgrösste Flughafen Frankreichs. Sicher einen Kilometer lang stehen auf den Abstellplätzen Privatjets, schön aufgereiht, einer nach dem andern. Aus uns unbekannten Gründen stehen vor den Eingängen zum Flughafengebäude tausende Passagiere vor verschlossenen Türen bis ein Signal ertönt und die Schleusen öffnen und die Reisenden in die klimatisierten Hallen können.
In einer Bäckerei holen wir ein Quiche und ein Süssgetränk im winzigen SPAR gleich daneben. Das 5dl Pet-Fläschchen Limonade schlägt mit stolzen 4.15 Euro zu buche. Der Ladenbetreiber scheint seine hohen Standortkosten direkt auf die Limonade abzuwälzen.
Nach einem Schaufensterbummel in der Altstadt fahren wir auf den Hügel über dem Hafen. Der Parc de la Colline bietet einen fantastischen Blick über den Strand und die Stadt. Der Wasserfall ist ebenfalls sehr eindrücklich, auch wie die Möwen die Etagen anfliegen um dort zu trinken.
Gemäss Google-Maps gibt es in unserem Quartier eine „Kleine Mall“. Zu Fuss marschieren wir dorthin und staunen über die riesige Dimension des angeblich kleinen Geschäfts. Im grossen Decathlon hätten wir auch Velo-Schläuche bekommen, aber unser Vorrat reicht hoffentlich für den Rest der Tour. Im Carrefour besorgen wir noch Wasser und entdecken dabei, dass das gleiche Säftchen wie im SPAR hier nur mit 1.15 Euro angeschrieben ist.
Unten am Hafen genehmigen wir den Apéro und beobachten das Gewusel auf der Hafenkreuzung. Alles wirkt chaotisch, aber die Maschinerie funktioniert meist fehlerfrei.
Bereits gestern haben wir in der Nachbarschaft ein kleines Gaul Millau Restaurant entdeckt. Es war natürlich naiv zu glauben, dass wir am Freitag-Abend ohne Reservation einen Tisch erhalten. So kommen noch einige Schritte hinzu, bis wir dann endlich ein hübsches Restaurant im Wohnquartier finden. In eine Überbauung daneben findet ein Quartierfest mit Rockmusik statt, so kommen wir noch in den Genuss von wirklich guter musikalischer Unterhaltung.
View from the room
Yachthafen
„Veni Vidi Vici“ 40m lang
Frühstück
Auch hier viele Gäste aus Fernost
alle werden einzeln abgefertigt
Strandleben
Flugplatz Nizza, Türen geschlossen
Parc de la Colline
Wasserfall im Parc de la Colline
Altstadt
Altstadt
Altstadt
Window-Shopping bei Karl Lagerfeld
Die Bäume entwickeln ein Beule, dort wo sie von den Autos gestossen werden