Donnerstag, 11. Juni 2026
Tag 21
Besançon - Montbéliard
102km 381HM
Der alte Stadtteil von Besançon liegt in einer fast vollständigen Schlaufe des Doubs. Auf dem schroffen Hügel Mont-Saint-Etienne „bewacht“ die im 17. Jahrhundert gebaute Festung, die „Zitadellen von Besançon“ die Stadt. In den vergangenen Kriegen in der Region - und das waren in den letzten 450 Jahren doch einige, spielte die Festung eine wichtige Rolle. Heute gehört das Bauwerk der Stadt und wird für kulturelle Zwecke genutzt. Unter dem felsigen Mont-Saint-Etienne hindurch führt ein Tunnel mit einer Wasserstrasse für die Schiffe und einem Rad- und Fussweg.
Durch diesen Tunnel verlassen wir vor neun Uhr die schöne Stadt Besançon und radeln praktisch den ganzen Tag entlang des Ufers des Doubs. Die ganze Umgebung ist saftig grün und so fallen andere Farbtöne gleich ins Auge. So zum Beispiel die sechs Gämsen, die uns aus sicherer Entfernung beäugen oder die drei Kühe, die am andern Ufer knietief im Doubs stehen und genüsslich die Seerosen grasen.
Auf asphaltierten Radwegen ohne nennenswerten Steigungen kommen wir schnell voran. Der Doubs ist auch ein beliebter Wasserweg für Hausboot-Reisende und wenn es sich ergibt, beobachten wir die Schiffe, wie sie die Schleusen passieren. Und Schleusen gibt es zwischen Besançon und Montbéliard wohl etwa zwischen 20 und 30. Da sind wir froh, dass wir die geringe Steigung auf dem Weg und nicht auf dem Wasser überwinden können. Das Wetter macht wieder einen auf April und Wolken und Sonne wechseln sich ab. Zum Glück aber heute wieder ohne Regen.
Gemäss Booking ist Check-in-Time für die Wohnung in Montbéliard erst ab 17 Uhr. Der Anbieter „GregImmo“ ist wohl ein „Halb-Offizieller“. Er hat jenste Webformulare aufgeschaltet und man muss erst sein System mit persönlichen Daten füttern, bevor dann die für das Check-In relevanten Informationen erscheinen; er nennt es „Personalized Boarding-Pass“. Obwohl es erst 15 Uhr ist, steuern wir erstmal die Adresse der Wohnung an, denn auf meine Anfrage für ein früheres Check-In ist keine Antwort gekommen. Auch diesmal ist die Fassade eher „unscheinbar“ um nicht zu sagen „abgewrackt“. Die Zahlenkombinationen vom „Boarding-Pass“ funktionieren alle tiptop und die Wohnung im 1. Stock ist sehr, sehr geräumig. Um nicht noch lange mit Greg über den versprochenen Abstellplatz für die Velos ausserhalb diskutieren zu müssen, kommen die Räder auch gleich mit in die Wohnung. Nachdem wir uns landfein gemacht haben, kommt dann von Greg die Nachricht, dass er einverstanden sei, dass wir die Wohnung nun beziehen…
Montbéliard ist eine lebhafte Stadt mit dem grössten Handtaschen-Laden den ich je gesehen habe. So ein kleines Täschchen hätte ja noch Platz im Gepäck, aber irgendwie bin ich von dem Überangebot etwas überfordert und lasse es dann doch bleiben.
Mitten in der Stadt gibt es einen „echten“ Italiener. Ein Paar aus Sizilien führt das „PaneOlio&Sale“ und wir lassen uns von der gelebten Gastfreundschaft und dem feinen Essen verwöhnen und geniessen unseren letzten Abend auf der Tour.
Generationen von Schlössern
Doubs
Tunnel unter der Zitadelle von Besançon
Zitadelle von Besançon
Zitadelle von Besançon
Aérodrome Besançon
Grasende Kühe stehen im Doubs
Grüner geht nicht
Noutria
Wohnung mit Abstellplatz
Montbéliard
Peugeot-Haus mit dem bekannten Löwen-Logo
Speisekarte nur für grosse Leute
Montbéliard
Montbéliard
Fahrt auf Relive