Mittwoch, 27. Mai 2026
Tag 7
Ceva - Imperia
97km 1219HM
Im Café Bono geniessen wir das feine Kaffee und das obligate Cornetto und wie immer am Morgen herrscht in und um die Cafés reges Treiben und Geplauder. Auch hier wird in der Innenstadt gerade ein Markt aufgebaut. Kaum ein Ort, wo nicht irgend ein Markt ist, scheinbar wird hier noch nicht soviel online bestellt.
Wir versuchen pünktlich um neun Uhr startklar zu sein, schliesslich haben wir noch zwei Pässe vor uns. Aber immer wenn wir uns vor dem Haus bewegen, taucht auch schon Marco auf. Er erinnert uns daran, dass er dann noch ein Foto von uns machen möchte für seine Galerie, die im Treppenhaus zu bewundern ist. Natürlich, machen wir doch gerne.
Mit genügend Luft unter den Felgen legen wir los weiter entlang des Tanaro, hinauf zum Colle di Nava. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, mit steilen Passagen mit losem Untergrund aber auch wunderbar asphaltierten Wegen. Kurz vor Cantarana machen wir im Wald die verdiente Mittagspause. Ganz in der Nähe weiden die typischen Fassona Rinder, hier in den Wäldern tragen sie sogar Kuhglocken. Natürlich will ich schnell „hallo“ sagen und sehe erst beim näher kommen, dass da noch ein Aufpasser sitzt. Wir entdecken uns beide gleichzeitig und der weisse Maremmen-Abruzzen-Schäferhund, ebenfalls mit einem Glöckchen am Hals ausgestattet, kommt sofort im Galopp auf mich zugelaufen. Ohne zu bellen und überhaupt nicht aggressiv aber trotzdem sehr unmissverständlich. Ok, habe verstanden, die Ladies auf der Weide sind heute nicht zu sprechen und ich ziehe mich zu unserem Rastplatz zurück und auch der Chef geht wieder auf seine Position. Unser Weg führt dann aber an der besagten Weide vorbei und diesmal zeigt uns der Schutzhund mit Bellen an, dass wir ja nicht etwa anhalten sollen…..
Vor dem Colle di Nava ist die Grenze Piemont - Ligurien und wir kurven nun in den Ligurischen Alpen weiter. Der Pass liegt auf 940müM und hinunter geht es auf super schöner Strasse ohne nennenswerten Verkehr. Die Hitze ist erdrückend aber um diese Tageszeit ist nichts mit quirligem Treiben und belebten Bars. Beim einzigen angeschriebenen Haus wird gleich der Vorhang zugezogen als die Frau uns kommen sieht. Der zweite Pass ist der Collo San Bartolomeo und er ist nicht so hoch aber wunderbar schattig zum Fahren. Die Landschaft einfach sensationell. Kleine Städtchen und Olivenbäume so weit das Auge reicht.
Unser heutiges Tagesziel ist Oneglia am Meer. Während der Fahrt deckt mich Davide unser heutiger Vermieter mit zwei Textnachrichten, dem Standort, fünf Sprachnachrichten und drei Videos ein. Sein Problem ist, er kann bei unserer Ankunft nicht selbst anwesend sein und so kommen alle nötigen Instruktionen per WhatsApp. Sogar die Bedienung der Lavazza Kaffeemaschine hat er noch aufgenommen. Den Schlüssel finden wie im Video dargestellt in einem Säckchen, das mit einer Wäscheklammer an einer Türe angebracht ist. So klappt unser Self-Check-In auch ohne den gesprächigen Davide.
Beim Bummeln durch das Städtchen Oneglia entdecken wir das „La Piazzetta“ ein hübsches Restaurant und geniessen die wunderbare Pasta in Portionengrösse, die für eine ganze Familie gereicht hätte.
Velofan Marco
Marco
Tanaro
Tanaro
noch ist es flach
frisch angelegte Attraktionen
ab in die Berge
die Ziegenkinder mit ihrer Nanny
Pornassio
Acquetico
Acquetico
Acquetico
kaum Verkehr
Colle San Bartolomeo
Autobahnbrücke
Olivenbäume
Mare
Schlüsseltresor
Hunger haben wir ja schon…
Fahrt auf Relive