Sonntag, 7. Juni 2026
Tag 18
Lyon - Macôn
82km 82HM
Diese Reise mit ihren Etappen haben wir im Frühling geplant und auch gleich die Zimmer reserviert. Letzte Woche aber waren wir uns nicht mehr ganz sicher, ob wir Lyon wirklich anfahren wollen. Irgendwie hatten wir keine Lust auf Grossstadt, dem hektischen Treiben und dem damit verbundenen Verkehr. Aber den Aufwand eine andere Destination zu finden, die von der Distanz her passt, wollten wir dann auch nicht auf uns nehmen. So sind wir unserem Leitsatz gefolgt, dass die erste Idee meistens die beste ist und haben am Plan festgehalten. Et voilà, Lyon hat uns total positiv überrascht und auch die Unterkunft hat von der Lage und dem Komfort überzeugt. Hier könnte man gut mehr Zeit verbringen.
Nach dem Besuch im Café verlassen wir die schöne Wohnung von Agnes. Wir wollen sie am Sonntagmorgen nicht stören und versuchen leise zu sein, aber in dem alten Haus macht alles Geräusche, der Holzboden, die Türen, die Fensterläden einfach alles knarrt und erzählt seine Jahrhunderte alte Geschichte
Wir verlassen in Lyon die Rhône und folgen ab hier der Saône. Die Saône entspringt in den Vogesen und sie schlängelt sich auf 473 Kilometern nach Lyon. Sie hat nur sehr wenig Gefälle; der Höhenunterschied von der Quelle bis zur Mündung beträgt nämliche gerade mal 247 Meter. Die Saône war schon zu Urzeiten gut schiffbar und es brauchte nur wenige Schleusen. Dieses flache Gelände macht ihn aber auch zu einem attraktiven Radweg. Auf der Route „La Voie Bleue“ kann an der Saône und später entlang der Mosel bis nach Luxemburg radeln.
Heute gehts aber nicht nach Luxemburg, sondern nach Macôn, etwa 80km nördlich von Lyon. Und tatsächlich ist es heute so eine richtige Sonntagsfahrt wo alles passt. In Collonges-au-Mont-d‘Or fahren wir per Zufall beim Restaurant von Paul Bocuse vorbei. Hier also hat der Maestro gewirkt und gekocht. Aber auch das Wetter, der Weg, die Umgebung alles ist so, wie man es sich wünscht. Wälder, Getreidefelder, hübsche Châteaus auf der rechten Seite und schöne Ausblicke auf die Saône auf der linken Seite wechseln sich ab. Je nördlicher wir kommen sehen wir auch immer mehr Weiden mit Rindern. Am Ufer sitzen unglaublich viele Fischer, die meisten fahren mit ihren Kastenwagen direkt ans Ufer und was da an Ausrüstung zum Vorschein kommt ist unglaublich mit Drehsesseln und was es sonst so braucht. Da muss schon mancher Fisch beissen, dass sich das rechnet.
In Macon finden wir unsere Unterkunft gleich neben der Kirche. Einmal mehr checken wir hier selber ein und wie so oft ist der Eingang nicht vielversprechend. Im kleinen Innenhof, wo wir die Velos abstellen können führt eine kleine, steile Aussentreppe direkt zur Wohnung hoch. Die Wohnung ist aber wieder top.
Nach einem Bier unten an der Saône kaufen wir noch Wasser im einzigen Laden der offen hat. Das Geschäft heisst Exotic Shop und man wähnt sich gleich in Afrika, nicht nur wegen der Produkte die angeboten werden, sondern auch wegen der Bedienung. Der Hunger müsste also schon sehr gross sein, damit ich dort etwas für‘s Nachtessen finden würde. Zum Glück gibt es Restaurants mit weniger exotischem Angebot.
Good morning in Lyon
Good morning in Zadar
Qual der Wahl
doch noch was gefunden
Lyon
Gerichtsgebäude
Paul Bocuse
Paul Bocuse Restaurant
in Collonges-en-Mont-d‘Or
ist das Kunst?
Einfahrt Schleuse
Schleuse zum Hafen umfunktioniert
Immer wieder Seerosen
Pumptrack für die Kleinen
noch mehr Kunst
Fischer
Fischer
Macôn
Macôn
Exotic
Macôn
Eglise Saint Pierre
Macon
Fahrt auf Relive